PFAS-Analytik in Textilien: Revisionsentwurf der EN 17681-1:2025 zur Kommentierung


Für die PFAS-Prüfnorm EN 17681-1:2025 liegt ein Vorschlag zur Überarbeitung sowie ein erster Revisionsentwurf vor. t+m hatte bereits frühzeitig auf Überarbeitungsbedarf hingewiesen. Über t+m können Mitgliedsverbände und Unternehmen nun konkrete Kommentare und praktische Erfahrungen in den Normungsprozess einbringen. Rückmeldungen sind bis zum 10. August 2026 möglich.

Die EN 17681-1:2025 beschreibt Verfahren zur Bestimmung bestimmter per- und polyfluorierter Alkylsubstanzen (PFAS) in Textilien. CEN/TC 248/WG 26 hat nun vorgeschlagen, die erst 2025 veröffentlichte Norm zu überarbeiten. Über die Aufnahme des Revisionsprojekts als neues Arbeitsvorhaben wird derzeit abgestimmt; zugleich liegt bereits ein erster Revisionsentwurf vor. Die deutsche Beteiligung erfolgt über das zuständige DIN-Spiegelgremium. t+m ist Mitglied im DIN-Arbeitsausschuss NA 062-05-12 AA sowie in CEN/TC 248/WG 26 und kann Rückmeldungen damit unmittelbar in die nationale Abstimmung und die weitere europäische Normungsarbeit einbringen. 

Hintergrund der geplanten Überarbeitung sind unter anderem Grenzen der bisherigen Prüfmethode. So können bestimmte PFAS, die gegenüber alkalischer Hydrolyse empfindlich sind, mit dem bisherigen Verfahren nicht erfasst werden. Zudem können Hydrolyseprodukte zur gemessenen Konzentration freier PFAS beitragen, obwohl hierfür unterschiedliche rechtliche Grenzwerte gelten können. Der Revisionsentwurf sieht deshalb unter anderem zusätzliche Prüfverfahren vor. 

t+m hatte bereits frühzeitig auf Überarbeitungsbedarf bei der EN 17681-1 hingewiesen. Unsere damaligen Kommentare betrafen sowohl die Aussagekraft und Interpretation von Ergebnissen nach alkalischer Hydrolyse als auch Fragen der praktischen Anwendung, Reproduzierbarkeit und Validierung der Methode. Der nun vorliegende Revisionsentwurf greift einzelne dieser Punkte auf und weist unter anderem auf Grenzen der Aussagekraft entsprechender FTOH-Bestimmungen hin. Aus unserer Sicht besteht jedoch weiterhin Prüf- und Kommentierungsbedarf, insbesondere hinsichtlich der praktischen Durchführung und Vergleichbarkeit der Ergebnisse sowie ihrer belastbaren Nutzung für Compliance-Bewertungen. 

Wir bitten Sie daher um Rückmeldung sowohl zu konkreten fachlichen oder redaktionellen Punkten im beigefügten Revisionsentwurf als auch zu praktischen Erfahrungen und Problemen bei der Anwendung der bisherigen EN 17681-1:2025. Von Interesse sind beispielsweise abweichende Ergebnisse zwischen Laboren, Fragen zu Bestimmungsgrenzen und Probenvorbereitung, Schwierigkeiten bei der Auswertung oder Interpretation von Ergebnissen sowie weitere Aspekte, die aus Ihrer Sicht für eine praxistaugliche und belastbare Prüfmethode berücksichtigt werden sollten. 

Bitte senden Sie Ihre Hinweise und Kommentare bis zum 10. August 2026 per Mail an cissbruecker@textil-mode.de. Wir werden die Rückmeldungen bündeln und als Mitglied des zuständigen DIN-Arbeitsausschusses NA 062-05-12 AA in den Normungsprozess einbringen. Durch unsere Mitarbeit in CEN/TC 248/WG 26 können wir die weitere Überarbeitung der Norm zudem aktiv begleiten. 

Den Revisionsentwurf finden Sie im Anhang. Er wird mit Zustimmung des DIN innerhalb des Verbandes zur Kommentierung weitergegeben. 

Bei Fragen und Anmerkungen melden Sie sich wie immer gern. 

Ansprechpartner