Ergebnisse der Euratex-Sommerumfrage zu Klima- und Energiethemen


Wir bedanken uns bei allen Mitgliedsunternehmen, die an der Sommerumfrage unseres europäischen Dachverbandes EURATEX zu Energie- und Klimathemen teilgenommen haben. Insgesamt war die Resonanz leider enttäuschend. Dennoch wollen wir über die nun veröffentlichten Ergebnisse berichten:

  • Die Beteiligung an der Umfrage war relativ gering (89 Antworten); fast die Hälfte der Antworten kamen von deutschen Unternehmen; dafür herzlichen Dank an die teilnehmenden Unternehmen.
  • Die meisten Antworten kamen aus dem Bereich der Veredelung, darauf folgten Weberei und Spinnerei.
  • Als größte Kostenblöcke bei der Energiebeschaffung wurden Netzentgelte, Steuern und Abgaben genannt.
  • Nur sehr wenige Unternehmen nehmen direkt am EU-Emissionshandel (ETS-1) teil; die Meinungen zur Wirksamkeit des CBAM sind geteilt
  • Von den Unternehmen wurde insbesondere auf die Notwendigkeit einer wirksamen Carbon-Leakage-Regelung im kommenden ETS-2 hingewiesen.
  • Insgesamt werden die Energiekosten in der EU als sehr großes Problem für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen wahrgenommen. 

EURATEX wird die Ergebnisse weiter auswerten und Schlüsse für die politische Arbeit daraus ziehen. Ein Ergebnis ist die Teilnahme von EURATEX an den aktuellen Konsultationen der EU-Kommission zum CBAM und zum Thema der Entlastung von den indirekten CO2-Kosten beim Strom. 

Viele Problematiken bei den Energiepreisen müssen allerdings auf der nationalen Ebene adressiert werden, wie z. B. der geplante Industriestrompreis oder die Senkung der Netzentgelte. Dies werden wir im Herbst gemeinsam mit dem Bündnis faire Energiewende wieder verstärkt angehen. 

Die Ergebnisse der Umfrage finden Sie in der Anlage.