Die handelspolitischen Herausforderungen durch China auf nationaler und auf europäischer Ebene nehmen weiter an Fahrt auf. Es besteht auch aus unserer Sicht dringender Handlungsbedarf. Daher unterstützt unser Gesamtverband textil+mode eine Initiative des BDI, in einem ersten, aber wichtigen Schritt für die anstehenden politischen Diskussionen in Brüssel die Faktenlage greifbar zu machen.
Hierzu wurde eine Blitzumfrage mit vier kurzen, offenen Fragen generiert, die -vollständig anonym- ausgefüllt werden kann. Der vorangestellte, erklärende Text der Umfrage und die Fragen selbst lauten:
Der Wettbewerbsdruck aus China hat für die deutsche Industrie in den letzten Jahren deutlich zugenommen – nicht nur auf globalen Märkten, sondern zunehmend auch im EU-Binnenmarkt. Treibende Faktoren sind die dynamische Entwicklung chinesischer Unternehmen, aber auch eine umfassende Industriepolitik, staatliche Subventionen und resultierende Überkapazitäten. Hinzu kommen protektionistische Maßnahmen in Drittmärkten, insbesondere in den USA, die chinesische Produkte zunehmend in den EU-Markt umlenken könnten. Das betrifft natürlich auch unsere Branche.
In der politischen Diskussion über die richtigen handels- und industriepolitischen Antworten auf diese Herausforderungen benötigen wir einen ausgewogenen Ansatz, denn China bleibt ein wichtiger Handelspartner. Hierfür ist es wichtig, eine klare Faktenlage zu haben. Deshalb möchten wir gemeinsam mit dem BDI ein kurzes Sachstandspapier erstellen, das die Wettbewerbssituation der deutschen Industriebranchen gegenüber chinesischen Wettbewerbern im EU-Binnenmarkt branchenspezifisch beleuchtet. Das Papier soll nicht veröffentlicht werden, sondern als Grundlage für einen informierten Austausch mit Bundesregierung und EU-Kommission dienen.
Zu diesem Zweck bitten wir Sie, uns vier Fragen zu diesem Themenkomplex zu beantworten:
- Inwieweit stehen Sie technologisch und preislich im Wettbewerb mit chinesischen Unternehmen und Drittstaatenhändler (wie z. B. Temu, SHEIN) ? Sehen Sie sich nachteiligen Rahmenbedingungen ausgesetzt, z.B. durch Subventionen, Nachhaltigkeitsgesetzgebung oder unfaire Handelspraktiken? Stellt sich die Situation auf dem EU-Binnenmarkt anders dar, wenn ja, inwiefern? Bitte beschreiben Sie kurz Ihre Situation gegenüber chinesischen Mitbewerbern und Ihren europäischen Wettbewerbern.
- Wie beeinflusst der zunehmende Wettbewerb ihr Unternehmen?
- Wie wird sich diese Situation künftig nach Ihrer Einschätzung verändern?
- Was müsste Ihrer Ansicht nach auf EU-Ebene verbessert werden?
Wir wären Ihnen dankbar, wenn Sie unter dem folgenden Umfragelink bis zum 26. März 2025 an der Umfrage teilnehmen würden.

