Verhüllter Triumphbogen in Paris: Zwei Mitgliedsunternehmen waren beteiligt


In vielen Rückblicken auf das Jahr 2021 spielte auch das letzte Projekt des Künstlerehepaars Christo und Jeanne-Claude eine Rolle: „L’Arc de Triomphe, Wrapped“. Der verhüllte Triumphbogen war im vergangenen Jahr wohl eines der beliebtesten Fotomotive überhaupt.

Beteiligt an diesem Projekt waren auch zwei Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes: Für den Stoff zeichnete Setex aus Greven verantwortlich, für die Seile mit denen der Stoff festgezurrt wurde, Gleistein aus Bremen. Beide Unternehmen sind Stammkunden Christos. Für Setex war es bereits die fünfte Zusammenarbeit, Gleistein war schon an der Verhüllung des Reichstages in Berlin beteiligt.

Die Bremer waren mit 3500 m Seil beteiligt. Das Faserseil aus PP Monofilament in 3-schäftig geschlagener Konstruktion mit 36 mm Durchmesser wurde im Gleistein-Tochterunternehmen in Slovakien extrudiert. Auch die 25.000 qm Gewebe der silbrig-blauen Außenhaut von Setex bestand aus Polypropylen. Gewebe und Seil wurden in der Spinnmasse mit Flammschutzkonzentrat ausgerüstet. Sämtliche Bestandteile der Außenhülle, also Seil und Gewebe, wurden nach der Verhüllung – wie auch bei früheren Christo-Projekten – geschreddert und regranuliert.

Überschattet wurde die Entwicklung des Projekts vom Tod Christos im Mai 2020. Rund 60 Jahre hatte er an dem Projekt gearbeitet und konnte nun seine Realisierung im September 2021 nicht mehr erleben. Ursprünglich hatte das Projekt schon im April 2020 umgesetzt werden sollen, musste dann aber wegen im Triumphbogen nistender Falken verschoben werden. Eine weitere Verschiebung wurde dann wegen der Corona-Pandemie nötig. Infolge des Brands von Notre-Dame wurden zwischenzeitlich zudem die Brandschutzbestimmungen verschärft, die Änderungen bei Seil und Gewebe erforderlich machten.

 

 

 

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