Verband der nordwestdeutschen
Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.
Friday, 21. July 2017
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EEG: Schulze Föcking (CDU) ist für Staffelung


Die Steinfurter CDU-Landtagsabgeordnete Christina Schulze Föcking hat sich für eine mittelstandsfreundliche Neugestaltung der EEG-Umlage für Industriebetriebe ausgesprochen. „Die starre Grenze für Ausgleichs- und Härtefallregelungen benachteiligt kleinere Betriebe, die energieintensiv produzieren“, sagte die CDU-Politikerin bei einem Besuch des Textilunternehmens Biederlack in Greven. Sinnvoll sei eine Staffelregelung mit unterschiedlichen Entlastungsstufen je nach dem Grad der Energieintensität. Biederlack-Geschäftsführer  Dr. Michael Ottenjann machte die Belastung durch die EEG-Umlage am Beispiel des Familienunternehmens deutlich: „Für das Geld, das wir an EEG-Umlage zahlen, könnten wir acht Mitarbeiter beschäftigen.“

Große Sorgen bereitet dem Unternehmen der Brexit. „Wir haben einen Exportanteil von 25 Prozent, die Hälfte davon geht seit vielen Jahren nach Großbritannien“, sagte Geschäftsführer Ralf Rensmann.  Schon jetzt habe Biederlack aufgrund des schwachen Pfunds Einbußen zu verkraften.

Biederlack ist Qualitäts- und Marktführer bei der Produktion von Wohndecken.  Jährlich produzieren rund 200 Mitarbeiter am Standort Greven Wohndecken in mehr als 350 Dessins für Möbelhäuser, Fachhändler und Discounter.  Seit 2011 hat das Unternehmen die Lizenz für die Marke JOOP!. „Unser Familienunternehmen existiert seit 130 Jahren am selben Standort“, sagte die geschäftsführende Gesellschafterin Lotty Biederlack. Greven verfüge über eine gute Verkehrsanbindung und profitiere von der Nähe zu Münster. Zudem sei es für viele Mitarbeiter geradezu ideal, dass das Betriebsgelände direkt am Grevener Bahnhof liege.

„Mit 18 Auszubildenden bilden wir gegenwärtig sogar etwas über unseren eigenen bedarf hinaus, doch die gesamte Branche benötigt qualifizierte Fachkräfte, so dass die Zukunftsperspektiven für alle sehr gut sind“, so Lotty Biederlack. Da die Berufsschulen keinen branchenspezifischen Unterricht mehr erteilen könnten, der den hohen Ansprüchen genüge, begrüße sie sehr, dass die NRW-Textilverbände mit der Textilakademie NRW in Mönchengladbach eine zentrale Ausbildungs- und Weiterbildungseinrichtung  bauen.  „Im Land wird sehr aufmerksam registriert, dass die Branche hier selbst 20 Millionen Euro investiert, damit sie auch in Zukunft qualifizierten Nachwuchs hat“, sagte Schulze Föcking. Sie sagte zu, das Projekt auch nach einem möglichen Regierungswechsel zu unterstützen.

Die CDU-Politikerin lobte das Engagement des Unternehmens bei der Sicherstellung hoher Qualitäts- und Umweltstandards. „Was Biederlack beim Energiesparen und der Vermeidung von Schadstoffbelastungen leistet, ist vorbildlich“, sagte die CDU-Landtagsabgeordnete. Sie versprach sich dafür einzusetzen, dass Importprodukte, die auf den deutschen Markt kommen, die gleichen gesetzlichen Vorgaben erfüllen müssen wie in Deutschland produzierte. „Es kann nicht sein, dass wir deutschen Herstellern Vorgaben machen, die ihre ausländische Konkurrenz nicht erfüllen muss“, sagte die Christdemokratin.








Artikel vom: 02.05.2017

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