Verband der nordwestdeutschen
Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.
Thursday, 25. May 2017
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Beeindruckt vom Engagement der Branche


Der Stellvertretende Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion André Kuper hält die regulierenden Vorgaben durch die Landesregierung für eines der wesentlichen Wachstumshemmnisse in Nordrhein-Westfalen. „Wenn  die EU etwas vorgibt, Deutschland diese Vorgabe am schnellsten und konsequentesten umsetzt und dann NRW noch eins bei der Bürokratie oben draufsetzt, bedeutet das gerade für mittelständische Unternehmen eine Zusatzbelastung und einen Standortnachteil“, sagte Kuper bei einem Besuch des Gütersloher Textilunternehmens Güth&Wolf.   Letztlich löse jede zusätzliche Regelung Umsetzungs-, Dokumentations- und Kontrollaufwand aus, der oft in den Unternehmen anfalle. Kuper nannte als Beispiele den Klimaschutzplan, das Landeswassergesetz und den Landesentwicklungsplan. „In NRW werden Wirtschaftswachstum und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen behindert“, so Kuper.

Der Landtagsabgeordnete lernte bei seinem Unternehmensbesuch ein mittelständisches Familienunternehmen mit 130jähriger Geschichte kennen.  „Wir produzieren täglich mehr als 10.000 Kilometer Bänder für alle möglichen Einsatzbereiche vom Gurten für das  Auto über die verschiedensten Bänder an Schulranzen, Skistöcken und Trampolinen  bis zur Zeichenlitze für den Buchrücken“, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Hermann Güth.  Das Unternehmen beschäftigt mehr als 300 Mitarbeiter in Gütersloh und dem Zweitwerk im niedersächsischen Friesoythe und beliefert rund 3.000 Kunden mit  mehr als 2.000 Artikeln in den verschiedensten Varianten. „Unsere Stärke sind Innovationen und die Fähigkeit spezielle Lösungen für spezielle Probleme zu entwickeln“, so Güth.

Kuper zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Branche, qualifizierten Nachwuchs zu gewinnen. „Was die Textilindustrie mit ihrer Textilakademie NRW in Mönchengladbach auf die Beine stellt, findet landesweit Beachtung“, sagte der CDU-Politiker. In unmittelbarer Nachbarschaft zur Hochschule Niederrhein errichten die nordrhein-westfälischen Textilverbände derzeit in Mönchengladbach die Textilakademie als zentrale Ausbildungs- und Weiterbildungseinrichtung der Branche.  Zukünftig sollen hier alle nordwestdeutschen Auszubildenden der Branche ihren Berufsschulunterricht besuchen. „Als Unternehmen müssen wir uns schon sehr anstrengen gute Auszubildende zu gewinnen. Wir konkurrieren schließlich in unserer Region OWL mit großen Unternehmen und Namen, die weltweit bekannt sind“, sagte Güth. Eine hochqualifizierte Ausbildung, die Entwicklungsmöglichkeiten und Zukunftschancen eröffne, sei dabei ein gutes Argument.








Artikel vom: 20.04.2017

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