Verband der nordwestdeutschen
Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.
Montag, 6. September 2010
http://www.textil-bekleidung.de/897.html?tx_ttnews[tt_news]=241&tx_ttnews[backPid]=1&cHash=8420766f71
 
Textilbranche bildet Runden Tisch zu Nanotechnologie

Zur Verwendung von Nanotechnologien in der Bekleidungsindustrie und bei Technischen Textilien hat die Textilbranche in Berlin einen Runden Tisch gebildet. Daran nehmen nach Angaben des Gesamtverband textil+mode e.V. Verbraucherschützer, Umweltbehörden, Textilforschungsinstitute und Industrievertreter teil. Seit Anfang 2009 sei die Zusammenführung und Bewertung aktueller Forschungsergebnisse vorbereitet worden, erklärte Dr. Klaus Jansen, beim Gesamtverband zuständig für Forschung und Innovation und zugleich Geschäftsführer des Forschungskuratoriums Textil. „Hier liegt der Schwerpunkt unserer künftigen Arbeit.“

Auch zu den Irritationen und Anfragen aus der Bevölkerung, die unlängst die Internet-Publikation des Umweltbundesamtes (UBA) in Dessau zu vermeintlichen Risiken von Nano-Teilchen in Lebensmitteln und Bekleidung gesorgt haben, nimmt der Gesamtverband textil+mode Stellung. Nach seiner Darstellung sieht das ebenfalls am Runden Tisch beteiligte UBA seine Publikation fehlinterpretiert. Das UBA wolle neben Risiken gleichberechtigt auch Chancen der Nutzung der Milliardstel Meter kleinen Partikel diskutiert sehen.

„Wir brauchen umfassende Informationen und eine objektive Debatte. Für Deutschland als Technologiestandort wäre es verhängnisvoll, wenn auf Basis von Vermutungen und Halbwahrheiten ein Wachstumsfeld blockiert würde“, sagt Jansen. Das neue Gremium wolle einerseits einen einheitlichen Wissensstand bei den Akteuren sichern und andererseits die Öffentlichkeit über die Anwendung von Nanotechnologien in der Textilbranche aufklären.

12.01.2010

 




©Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, 2009