Verband der nordwestdeutschen
Textil- und Bekleidungsindustrie e.V.
Montag, 6. September 2010
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Zoff zwischen IG Metall und ver.di

Die beiden größten deutschen Gewerkschaften sind sich uneinig über die Tarifpolitik in der Krise. Während die IG Metall sich für Zurückhaltung bei den anstehenden Verhandlungsrunden ausspach, fordert ver.di weiterhin deutliche Lohnzuwächse.

In das angebliche Klagelied der Firmen, in der Krise keine höheren Löhne zahlen zu können, stimmt ver.di-Chef Frank Bsirske nach einer Pressemitteilung seiner Gewerkschaft nämlich nicht ein. Im Gegenteil. Er spricht sich klar für mehr Geld für die Arbeitnehmer/innen aus. Er reagierte damit auf einen Vorstoß des IG-Metall-Chefs Berthold Huber, der für die kommenden Tarifverhandlungen vor allem den Erhalt von Arbeitsplätzen fokussiert.

"Lohnverzicht ist in einer Zeit, in der wir uns am Rande einer Deflation bewegen, der falsche Weg", so Bsirske in der Dienstagsausgabe der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. "Zudem gibt es auch Branchen wie den Energiebereich, die gute Gewinne machen. Für uns bleibt der Ausgleich von Preissteigerung und Produktionszuwachs der Maßstab."

IG-Metall-Chef Berthold Huber hatte in einem Interview geäußert, dass man mit der klassischen Formel für Tarifverhandlungen, die sich aus Inflation und Produktivität zusammensetze, diesmal nicht weiterkommen werde. Die IG Metall plane zugunsten des Erhaltes von Arbeitsplätzen keine Lohnforderungen im üblichen Sinn. Frank  Bsirske plädierte neben einer Lohnforderung auch für qualitative Forderungen, wie eine tarifliche Altersteilzeit als Beschäftigungsbrücke für Jüngere.

27.10.2009 




Ver.di ist weiterhin unrealistisch

©Verband der Nordwestdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie, 2009